Aszendent Schnabelwal 2026 – Mai

Der Baird-Wal, der auch nördlicher Schwarzwal genannt wird, ist nach dem Pottwal der zweitgrößte Zahnwal und damit auch der größte Vetreter innerhalb der Familie der Schnabelwale.

Gemeinsam mit Arnoux-Schnabelwal (Berardius arnuxii) und dem Kleinen Schnabelwal (Berardius minimus) bildet er innerhalb der Familie der Schnabelwale die Gattung Berardius, deren drei Arten optisch nur schwer, genetisch aber klar voneinander unterschieden werden können.

Die Weibchen des Baird-Wals erreichen im Durchschnitt 11 Meter Länge, in seltenen Fällen sogar 13 Meter, während die Männchen mit etwas mehr als 10 Metern, kleiner sind.
Sie leben meist in kleineren Verbänden, die nur in sehr seltenen Fällen aus mehr als 30 Tieren bestehen und von einem erwachsenen Bullen angeführt werden.

Das Verbreitungsgebiet des Baird-Wals ist der nördliche Pazifik, oberhalb des 30. Breitengrades, das auch die Wanderrouten ihrer bevorzugten Beutetiere definiert.
Im Gegensatz zu vielen Furchenwalen, die zum Sommer hin nord- oder südwärts in Richtung der Pole wandern, folgen Baird-Wale zum Sommer hin den Tintenfischen in wärmere, und zum Winter hin in kältere Gewässer, in denen sie in Meerestiefen von 1000-3000 Metern abtauchen und für die Nahrungsaufnahme bis zu 70 Minuten lang unter Wasser bleiben können.

Baird-Wale wurden von Kanada, Russland und von Japan mitunter gezielt bejagt. Bis heute dürfen noch jährlich 60 Tiere zu Forschungszwecken gefangen werden.

Der englischer Name „Giant Bottlenose- Whale“ verweist auf die klar vom Kopf abgesetzte Schnauze, die diesen Walen tatsächlich eine große Ähnlichkeit mit dem großen Tümmler (Bottlenose Dolphin) und auch mit den im Atlantik vorkommenden Entenwalen verleiht, die im englischen „Bottlenose Whale“ heißen.