Aszendent Schnabelwal 2026 – April
Der Indopazifische Schnabelwal galt trotz einer Länge zwischen 7 und 9 Metern, lange Zeit als der seltenste und unbekannteste Wal überhaupt.
Ähnlich wie beim Bahamonde Wal, war seine Existenz lange Zeit nur durch einen einzigen Schädelfund belegt, dessen Erstbeschreibung als eigene Art 1926 durch den Wissenschaftler H. A. Longman erfolgte.
Der Wal ist daher auch unter seinem Namen als Longmans Schnabelwal bekannt. Longman schrieb diesen Wal innerhalb der Familie der Schnabelwale die Gattung „Indopacetus“ zu.
Aufgrund der großen Ähnlichkeit mit beiden Vertretern der Entenwale, hat sich für den Indopazifischen Schnabelwal im englischen Sprachgebrauch zudem der Name „Tropical Bottlenose Whale“ etabliert.
Erst in den letzten 20 Jahren haben mehrfache Sichtungen und weitere Strandungen eine genauere Beschreibung der Art möglich gemacht, bei denen es sich hauptsächlich um weibliche Tiere gehandelt hat.
Diese bilden, offenbar zumindest einen Teil ihres Lebens, gemeinsam mit ihren Jungtieren größere, bis zu 70 Tiere unfassende Verbände. Kleinere Gruppen mit bis zu 12 Individuen scheinen hingegen eher die Regel zu sein.
Wie bei allen Schnabelwalarten erklärt sich unser geringes Wissen über diese Art durch die pelagische Lebensweise und den entsprechenden Lebensraum fern ab unserer Küsten.
Der Mageninhalt verendeter Tiere bestand zum Großteil aus Tintenfischen, die bei Tauchgängen von 10 – 30 Minuten, im Einzelfall auch von über 40 Minuten Länge, mithilfe ihres Biosonars erbeutet werden.
Eine persönliche Anekdote zur Illustration dieses Schnabelwales ist, dass ich 2006 zunächst die allergrößte Mühe hatte, brauchbares Bildmaterial zur Anfertigung erster Zeichnungen und Entwürfe der verschiedenen Arten zu finden. Damals konnte man, im Gegensatz zu heute, noch durch einfache Suchbegriffe Bilder zutage fördern, was für mich sehr wervoll war. So suchte ich z.B. gezielt in verschiedenen Sprachen nach Schlagwörtern wie „unbekannter Wal gestrandet“ und landete damit u. a. beim Indopazifischen Schnabelwal einen Volltreffer.
Ich stieß dabei zufällig auch auf das Fotoalbum eines junges Paares, das seine Flitterwochen auf den Philppinen verbrachte, wo sie Zeugen der Strandung eines dieser seltenen Wale wurden. Ihre Fotos, die alle wichtigen anatomischen Details dokumentierten, lieferten mir die Grundlage für meine Illustration, die heute bei Wikipedia dieser Art weltweit eine Gestalt verleiht.

