Aszendent Schnabelwal 2026 – Juni
Der Japanische Schnabelwal ist ein weiterer Schnabelwal, über den sehr wenig und bis 2024 so gut wie nichts bekannt war.
Sein englischer Name „Ginkgo-toothed Beaked whale“ verrät bereits etwas über eine seiner Besonderheiten:
- Die Zähne der Walbullen besitzen tatsächlich Ähnlichkeit mit den Blättern von Ginkgobäumen.
- Sie sitzen recht mittig auf dem Scheitelpunkt des nach oben gewölbten Unterkiefer Knochens.
- Ein Großteil der sehr breiten Zahnbasis bleibt jedoch im Kieferknochen verborgen, sodass nur der kleinere Teil der Zähne sichtbar ist.
- Bei den Weibchen bleiben diese hauerartigen Zähne im Unterkiefer verborgen.
- Ausgewachsene weibliche Wale werden mit 5,2 m Länge offenbar etwas größer als die Männchen. Sie sind in der Regel auch etwas heller in der Färbung.
- Das vordere Drittel der Schnauzen männlicher Tiere ist deutlich heller, teilweise Hellgrau gefärbt.
- Auch um die Nabel- und Genitalregion tauchen weiße Punkte oder Flecken auf, die bei den bisher dokumentierten, gestrandeten Walen stark variierten.
Bei beiden Geschlechtern tauchen rechteckige, weiße Bisswunden von Cookiecuttern auf, die bei den Bullen noch durch lange dünne Bissspuren ergänzt werden, die wohl aus Konkurrenzkämpfen um Weibchen entstehen.
Der Japanische Schnabelwal gilt als extrem scheu. Bisher wurde nur eine einzige Interaktion mit einem Schiffstrawler bekannt, bei dem sich ein Wal einem Schiff näherte.
Ein Rätsel, das dieser Schnabelwal der Wissenschaft auferlegte, konnte jüngst durch eine Expedition gelöst werden.
Diese begann im Juni 2024 nordwestlich von Baja California in einer Region, in der den Meeresbiologen häufiger ein Walgesang auffiel, der sich von allen bekannten Walgesängen unterschied. Ihm wurde die Bezeichnung BW43 gegeben.
Das Forschungsschiff „Research Storm“ sichtete 2024 nun erstmals lebende Japanische Schnabelwale und konnte ihr Verhalten mehrere Stunden studieren.
Neben detaillierten Fotos der 6 Wale, konnten akustische Aufzeichnungen gemacht werden, die sich später den bisher unbekannten Gesängen zuordnen ließen.




