Aszendent Schnabelwal 2026 – März

Gervais Zweizahnwal zählt mit bis zu 5.2 Metern Länge zu einem der größeren Vertreter innerhalb der Unterfamilie der „Mesoploniden“, die nicht nur innerhalb der Gruppe der Schnabelwale, sondern der gesamten Ordnung der Waltiere mit 16 Arten, die größte Unterfamilie darstellt.

Wie bei vielen Schnabelwalen beruht auch die Erstbeschreibung dieser Art auf einer anatomischen Untersuchung eines Schädels, der 1855 von Paul Gervais fälschlicherweise zunächst für den eines Sowerby’s Zweizahnwals (Mesoplodon bidens) mit Abweichungen von der Norm gehalten wurde.
Auch dieser Wal besitzt zwei aus dem Unterkiefer herausragende Zähne, die auf der angehängten Anatomietafel gut zusehen sind.

Die damals im Ärmelkanal entdeckte Walart wurde erst Jahrzehnte später gleich mehrmals im US Bundesstaat New Jersey gestrandet wiederentdeckt. Weitere Funde, z.B im Golf von Mexico und in der Karbik, bestätigten schließlich, dass diese Wale eher seltener die europäische Küste Europas, als vielmehr bevorzugt die temperierten und tiefen Gewässer des Atlantiks bewohnen, in denen sie problemlos bis zu 1000 Meter tief hinabtauchen und Kopffüssern und Tiefseefischen nachstellen können.

Obwohl diese Wale nie aktiv oder gezielt bejagt wurden, stellt der Mensch die größte Gefahr für sie dar.
Durch den Einsatz von Nierderfrequentem Sonar, z.B. bei NATO Manövern, durch industriellen Fischfang mit Treibnetzen und vor allem durch die Vermüllung der Meere mit Plastikmüll sterben immer wieder Individuen, oder ganze Familienverbände.
Ein in der Karibik untersuchter gestrandeter Wal enthielt in seinem Magen allein 10kg Plasiktüten.